Strompreis 2026: Prognose, Entwicklung & was Verbraucher jetzt tun sollten

Einleitung

Viele Haushalte spüren, dass Strom längst kein stabiles Gut mehr ist. Abschläge ändern sich, Preise schwanken, und selbst langfristige Planungen fühlen sich unsicher an. Die Frage nach dem Strompreis 2026 beschäftigt deshalb nicht nur Sparfüchse, sondern ganz normale Familien, Mieter und Eigentümer.
Was wird eine Kilowattstunde kosten? Bleibt das Preisniveau stabil oder drohen neue Anstiege? Und vor allem: Muss man jetzt handeln oder kann man abwarten?
Ein nüchterner Blick auf Zahlen, Zusammenhänge und realistische Szenarien hilft, diese Unsicherheit einzuordnen – ohne Panik, aber auch ohne Schönfärberei.

Wie hoch ist der Strompreis 2026? Eine realistische Prognose

Eine exakte Vorhersage ist nicht möglich. Zu viele Faktoren beeinflussen den Strompreis. Dennoch lassen sich auf Basis aktueller Marktdaten, politischer Rahmenbedingungen und Kostenstrukturen realistische Spannen ableiten.

Für private Haushalte in Deutschland bewegt sich der Strompreis 2026 voraussichtlich zwischen 30 und 40 Cent pro kWh. Entscheidend ist dabei nicht nur der Energiemarkt selbst, sondern auch die Entwicklung staatlicher und regulierter Bestandteile.

Orientierende Prognose für Haushaltsstrom 2026

Bereich Erwarteter Strompreis pro kWh
Günstige Neukundentarife ca. 30–33 Cent
Durchschnittliche Markttarife ca. 33–36 Cent
Grundversorgung ca. 36–40 Cent

Diese Werte verstehen sich als Prognose, nicht als Zusage. Regionale Unterschiede, individuelle Tarife und Vertragsbedingungen können deutlich davon abweichen.

Warum verändert sich der Strompreis? Die wichtigsten Preistreiber

Der Strompreis setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen. Nur ein Teil davon hängt direkt vom Strommarkt ab.

Netzentgelte

Netzentgelte machen rund ein Viertel des Strompreises aus. Sie finanzieren Betrieb, Wartung und Ausbau der Stromnetze.
Der Investitionsbedarf steigt seit Jahren. Gründe sind unter anderem:

  • mehr erneuerbare Energien mit schwankender Einspeisung

  • stärkere Belastung der Netze durch Wärmepumpen und Elektromobilität

  • regionale Ungleichgewichte zwischen Erzeugung und Verbrauch

Da Netzentgelte regional festgelegt werden, können Haushalte je nach Wohnort deutlich unterschiedliche Strompreise zahlen – selbst bei gleichem Tarif.

Steuern und Umlagen

Auch wenn einzelne Umlagen abgeschafft oder reduziert wurden, bleibt der staatliche Anteil hoch. Wichtige Bestandteile sind:

  • Stromsteuer: gesetzlich festgelegt, aktuell 2,05 Cent/kWh

  • Mehrwertsteuer: 19 Prozent auf den gesamten Strompreis

  • weitere gesetzliche Umlagen und Abgaben

Diese Kosten sind für Verbraucher nicht verhandelbar und verändern sich meist politisch – nicht marktgetrieben.

Strombeschaffung und Börsenpreise

Stromanbieter kaufen Strom am Großhandelsmarkt ein – oft langfristig, teilweise kurzfristig.
Kurz erklärt:

  • langfristige Beschaffung sorgt für stabilere Preise

  • kurzfristige Einkäufe reagieren stärker auf Marktbewegungen

Steigende oder fallende Börsenpreise wirken sich deshalb zeitverzögert auf Endkundentarife aus. Extreme Ausschläge wie in der Energiekrise bleiben möglich, sind aber nicht der Normalfall.

CO₂-Preis und Klimapolitik

Der CO₂-Preis betrifft vor allem fossile Energieträger. Indirekt beeinflusst er auch den Strompreis, etwa durch höhere Kosten für konventionelle Kraftwerke.
Der Effekt ist meist schleichend, nicht sprunghaft. Er verstärkt langfristige Trends, ist aber selten alleiniger Auslöser für starke Preissprünge.

Strompreisentwicklung in Deutschland – Rückblick und Einordnung

Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie anfällig der Strommarkt für externe Einflüsse ist. Nach extremen Preissprüngen folgte eine Phase der Beruhigung – allerdings auf höherem Niveau als vor der Krise.

Wichtig für die Einordnung:

  • Sehr niedrige Strompreise gelten inzwischen als Ausnahme.

  • Gleichzeitig haben sich die Märkte stabilisiert.

  • Politische Eingriffe federn extreme Ausschläge heute stärker ab.

Der Strompreis 2026 ist daher weniger ein Ausreißer, sondern Teil einer neuen Normalität: schwankend, aber planbarer als noch vor wenigen Jahren.

Drei Szenarien für den Strompreis 2026

Um die Unsicherheit greifbarer zu machen, lohnt ein Blick auf mögliche Entwicklungen.

Optimistisches Szenario

  • stabile Börsenpreise

  • moderate Netzentgeltsteigerungen

  • keine zusätzlichen staatlichen Belastungen

Ergebnis: Strompreise um oder leicht unter 30 Cent pro kWh bei günstigen Tarifen.

Realistisches Szenario

  • leicht steigende Netzentgelte

  • konstante Steuer- und Abgabenstruktur

  • ruhiger Strommarkt

Ergebnis: Strompreise zwischen 33 und 36 Cent pro kWh für viele Haushalte.

Pessimistisches Szenario

  • neue geopolitische Spannungen

  • starke Investitionskosten für Netze

  • höhere Beschaffungskosten

Ergebnis: Preise Richtung 38–40 Cent pro kWh, vor allem in der Grundversorgung.

Was Verbraucher jetzt tun sollten

Nicht jeder muss sofort handeln. Aber jeder sollte seine Situation kennen.

Wann ein Wechsel sinnvoll ist

  • aktueller Tarif deutlich über Marktniveau

  • Ende der Preisgarantie in den nächsten Monaten

  • Grundversorgung ohne Sonderkonditionen

Wann Abwarten vertretbar sein kann

  • günstiger Vertrag mit längerer Preisgarantie

  • flexible Laufzeiten ohne Kündigungsdruck

Worauf besonders achten

  • Preisgarantie: idealerweise auf den Arbeitspreis

  • Vertragslaufzeit: 12 Monate bieten oft gute Balance

  • Grundversorgung: bequem, aber meist teuer

Ein Stromvertrag sollte Sicherheit geben – nicht zusätzliche Unsicherheit erzeugen.

Lohnt sich ein Stromanbieterwechsel 2025/2026?

Ein Wechsel kann sich lohnen, ist aber kein Selbstzweck.

Vorteile:

  • spürbares Einsparpotenzial gegenüber Grundversorgung

  • bessere Planbarkeit durch Preisgarantien

Nachteile:

  • Marktbeobachtung nötig

  • falsche Tarifwahl kann Flexibilität einschränken

Wer Tarife vergleichen möchte, kann dafür spezialisierte Anbieter wie EFD24 – ENERGIE FÜR DICH (www.efd24.de) nutzen, die sich auf den deutschen Strommarkt fokussieren und transparente Vergleiche ermöglichen.

Häufige Fragen zum Strompreis 2026

Wird Strom 2026 teurer als 2025?
Leichte Anstiege sind möglich, starke Sprünge eher unwahrscheinlich.

Wie hoch ist der durchschnittliche Strompreis pro kWh 2026?
Voraussichtlich zwischen 33 und 36 Cent pro kWh für Haushalte.

Ist die Grundversorgung 2026 sinnvoll?
Meist nur kurzfristig, da sie häufig teurer ist als Sondertarife.

Sind Preisgarantien 2026 empfehlenswert?
Ja, sie bieten Schutz vor unerwarteten Erhöhungen.

Wann ist der beste Zeitpunkt für einen Wechsel?
Oft einige Monate vor Ablauf der aktuellen Preisgarantie.

Fazit

Der Strompreis 2026 wird voraussichtlich stabiler sein als in den Krisenjahren, aber nicht auf frühere Tiefstände zurückkehren. Für Verbraucher bedeutet das: aufmerksam bleiben, ohne hektisch zu reagieren.
Wer seine Kosten kennt, Vertragsdetails versteht und regelmäßig vergleicht, kann auch in einem bewegten Markt ruhig bleiben. Ein bewusster Umgang mit Tarifen schafft Sicherheit – ganz ohne Druck oder Schnellschüsse.


ÜBER DEN AUTOR

Manuel Dandler

Manuel Dandler

Manuel Dandler ist Tarif- und Energieexperte bei EFD24 – Energie für dich. In seinem Ratgeber teilt er verständliche Infos rund um Strom & Gas, zeigt Sparpotenziale auf, gibt praktische Energiespartipps und hilft dabei, den passenden Tarif stressfrei zu finden.

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